November 28 2021

Was gibt es Neues … im November?

Teil 3 meiner Schreibwerkstatt für Kinder 🙂

In den ersten beiden Beiträgen haben wir eine*n Held*in, ein Problem und den passenden Ort für die Geschichte gefunden. Das ist schon eine ganze Menge!

Die Kinder wissen bereits, dass eine Geschichte einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat.
Heute werden wir uns mit dem Ende und dem Anfang ihrer Geschichte beschäftigen. Und wir fangen an … mit dem ENDE! 🙂

Ich lasse die Kinder in die U-Boot-Position abtauchen.
Dann frage ich, was sie sich für ihre*n Held*in wünschen. Wie soll die Geschichte ausgehen, wenn er/sie das Abenteuer gemeistert oder das Rätsel gelöst oder die Welt gerettet hat? Wie wird der Held/die Heldin diesen Sieg feiern? Und mit wem? Wie wird er/sie sich dabei fühlen?
Ich gebe den Kindern ausreichend Zeit, um sich hierzu lebhafte Bilder vorzustellen. Für mich ist dies ein sehr wichtiger Moment, denn wir alle hoffen bei Geschichten auf ein zauberhaftes Ende, nicht wahr?
Je bunter und lebhafter die Vorstellungen der Kinder also sind, umso schöner wird es.
Wenn sie ein klares Bild vor Augen haben, lasse ich sie dieses Bild malen.

Nun kommen wir zum Anfang:
Jedes Kind hat das Bild vom Ende seiner/ihrer Geschichte vor sich liegen.
Ich lasse sie das Bild betrachten und erkläre ihnen, dass der Anfang das Gegenteil zu diesem Bild wird.

Warum?
Weil die Geschichte den Held/die Heldin dann nämlich verändert hat! Wenn der Held/die Heldin am Ende wahnsinnig glücklich ist, findet die größte Veränderung statt, wenn er/sie am Anfang traurig war. Oder einsam. Oder … oder …
So hat die Hauptfigur nicht nur ein Abenteuer erlebt, sondern nimmt durch dieses Abenteuer ein tolles Geschenk mit: Am Ende ist er/sie glücklich, was zu Beginn nicht der Fall war.

Und über Geschenke freuen wir uns alle, richtig? 🙂

Daher lasse ich die Kinder ein weiteres Mal abtauchen, um sich zu überlegen, wie es ihrem Held/ihrer Heldin am Anfang der Geschichte gehen könnte. Warum ist er/sie unglücklich? Was fehlt ihm/ihr? Was vermisst er/sie? Fallen den Kindern vielleicht sogar schon Gründe hierfür ein?

Wenn die Kinder wissen, wie es ihrem Held/ihrer Heldin am Anfang der Geschichte geht, lasse ich sie auftauchen und dieses Bild malen.

Und jetzt fehlt eigentlich nur noch der Mittelteil 🙂

Wenn euch der Artikel gefällt, erzählt jemandem davon oder teilt den Link 🙂